
„Künstler zu sein ist nicht nur ein Privileg und ein Vergnügen, sondern auch eine große„Künstler zu sein ist nicht nur ein Privileg und ein Vergnügen, sondern auch eine großeVerantwortung, die man zu tragen hat. Man kann viel bewirken und viel gestalten – das ist eineeinzigartige Möglichkeit.“ Alexey Stadler
Ein musikalischer Höhepunkt jagt den nächsten: als Solist mit Orchestern wie der San FranciscoSymphony, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, der Deutsche KammerphilharmonieBremen, der NDR Radiophilharmonie, dem Liverpool Philharmonic Orchestra, dem TokyoPhilharmonic Orchestra, dem BBC National Orchestra of Wales oder dem Orchestra della SvizzeraItaliana konnte Alexey Stadler großes Ansehen erlangen.
„Berückend, wie er spielt.“ – Tagesspiegel
Stadler spielte unter Dirigenten wie Michael Sanderling, Vasily Petrenko, Vladimir Ashkenazy,Constantinos Carydis, Elim Chan, Robert Trevino, Valery Gergiev, Marek Janowski, AntonyHermus, Anu Tali, Stanislav Kochanovsky und Dan Ettinger. Zu seinen Kammermusikpartnernzählen namhafte Künstler wie Jörg Widmann, Igor Levit, Alice Sara Ott, Viviane Hagner, dasSchumann Quartett oder auch das Quatuor Ébène neben vielen weiteren renommierten Musikernund Ensembles. Und stets hinterließ er bleibenden Eindruck bei internationalen Festivals, so etwadem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Heidelberger Frühling, dem International ChamberMusic Festival Stavanger, dem Menuhin Festival Gstaad oder den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.
„Alexey Stadler is impressive and impeccable.“ – The Amati Magazine
Der Cellist, der musikalische Tiefgründigkeit mit kultureller Vision verbindet, blickt nun auf einebedeutende Saison 2025/26: Auftritte beim Orchestra della Toscana, der Rheinischen Philharmonie,im Beethovenhaus Bonn sowie beim NFM Wrocław stehen unter anderem auf seinem Programm.
Ab Oktober 2025 ist Alexey Stadler Artist in Residence bei der Thüringer Philharmonie Gotha-Eisenach. Diese erste ganzjährige Zusammenarbeit mit DIALOGI e.V. eröffnet eine Vielzahlspannender musikalischer und kultureller Projekte. Im Mittelpunkt stehen symphonische undkammermusikalische Konzerte, Schulkonzerte und Auftritte an ungewöhnlichen Orten, ergänztdurch Workshops, Meisterkurse, Gesprächskonzerte sowie Formate zur Erinnerungskultur.
„Stadler’s performance gained an ever-increasing sense of inwardness that seemed to go to thevery heart of the piece.“ – The Guardian
In St. Petersburg geboren, erhielt Stadler zunächst eine intensive instrumentale Ausbildung undvertiefte sich gleichzeitig in den Fächern Musiktheorie, Harmonielehre, Orchestrierung am Rimski-Korsakow Music College, wo er, wie er selbst betont, die Sprache der Musik erlernte. Sein Wegführte ihn bald in internationale Gefilde, so erhielt er überdies Impulse am Violoncello durchGrößen wie Frans Helmerson und David Geringas, die seinen weiteren Weg ebneten.
Auf Empfehlung hin traf Alexey Stadler auf Prof. Wolfgang E. Schmidt und erkannte in ihm denLehrer, der ihn fortan während seines künstlerischen Studiums, vom Bachelor bis hin zumKonzertexamen, begleiten sollte.
Die Hochschule für Musik FRANZ LISZT und die Kulturstadt Weimar wurden zum neuenLebensmittelpunkt Stadlers. Eine Periode von intensiver musikalischer Arbeit, die schon balddarauf mit dem Sprung in die internationale Karriere belohnt wurde. Startschuss war der im Jahr2012 erspielte erste Preis des Hamburger TONALi-Wettbewerbs – die weiteren Ereignisse folgtenSchlag auf Schlag.
Stadler erlangte den internationalen Durchbruch und tritt seither als Solist mit weltweitenKlangkörpern auf. Unter dem Einfluss von bedeutenden Mentoren wie Steven Isserlis und SirAndrás Schiff formt der Solist sein musikalisches Profil.
Seit 2023 gibt er sein Wissen an die jüngere Generation weiter: als Professor für Violoncellounterrichtet Alexey Stadler an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Besonderen Wertlegt er dabei nicht nur auf einen Umgang auf Augenhöhe, sondern auch auf eine starke Verbindungzum Publikum.
„Ich bewundere Künstler und Künstlerinnen, die ein starkes Profil besitzen und mit ihremmusikalischen Schaffen stets in die Tiefe gehen – Künstler, denen die Welt nicht egal ist. Mitmeinem Spiel zu reproduzieren ohne Fragen zu stellen – das ist mir nicht genug.“
Ob mit der Cellosonate von Alfred Schnittke oder dem ersten Cellokonzert von DmitriSchostakowitsch – dem Kernrepertoire, wie auch unbekannteren Werken einen Kontext zuverleihen, ist für Alexey Stadler ein notwendiger Schritt. Er beginnt einen Weg zu suchen, deneigenen Konzerten einen solchen Mehrwert zu verleihen, eine Verbindung zum Publikum zuknüpfen, diese zu intensivieren und vor allen Dingen – zu halten.
Wie eng das Weltgeschehen mit der eigenen künstlerischen Arbeit zusammenhängt, erfährt manbeim internationalen Kammermusikfestival Krzyżowa in Polen, wo Alexey Stadler alskünstlerischer Berater und Leiter der Symposien tätig ist. Krzyżowa als geschichtsträchtigeUmgebung, als Ort des Widerstands mit späterem Zeichen der deutsch-polnischen Versöhnung, isthier in jedem Konzert präsent.
Eine ihn prägende Erfahrung machte der Cellist in jungen Jahren: Er hörte in einem Konzert OlivierMessiaens Quatuor pour la fin du Temps – ohne Hintergrundwissen und somit ohne bleibendenEindruck. Das Stück wollte sich ihm nicht erschließen.
Zu einem späteren Zeitpunkt erfuhr Stadler die Begleitumstände des Werks: 1941 „Zu Ehren desEngels der Apokalypse, der seine Hände gen Himmel erhebt und sagt ‚Es wird keine Zeit mehrgeben.‘“, im Kriegsgefangenenlager Görlitz komponiert und vor 400 Häftlingen in eisiger Kälteuraufgeführt. Stadler hörte das Werk erneut, war ergriffen und bewegt. Stadler merkte, wie sehr einKontext das eigene Konzerterlebnis prägen kann. Darüber hinaus, welch ungeahnte Emotionendurch diesen Zugang geweckt werden können.
„Es war das gleiche Stück. Aber für mich besaß es nun einen Kontext – ich habe anders zugehörtund geweint.“